Mehrere Ebenen im Garten erzeugen Spannung

Einen Garten auf mehreren Ebenen zu gestalten und mit Wegen, Stufen und Durchgängen zu versehen erzeugt Spannung und lässt den Betrachter neugierig darauf werden, was sich hinter der nächsten Ecke versteckt. Manche von uns haben die Wahl, und wenn man – wie ich – am Hang gärtnern möchte ist man regelrecht gezwungen sich mit dem Thema zu beschäftigen um überhaupt die Möglichkeit zu schaffen, etwas zu pflanzen ohne dass die Erde beim Gießen oder bei Regen immer weg geschwemmt wird.

Heute zeige ich euch die beiden einfachen und kostengünstigen Methoden, die ich mit zu Nutze gemacht habe um die ersten Pflanzmöglichkeiten zu schaffen.

Hangbeete und Abgrenzungen aus Holz

Um ein einfaches Beet am Hang anzulegen benötigt ihr zwei Kanthölzer, zu 50 bis 80 cm, je nach Hangneigung. Idealerweise lasst ihr euch das Kantholz gleich im Baumarkt auf die Länge zuschneiden und auch zuspitzen. Wenn ihr nicht gerade zur Rush-Hour oder kurz vor Ladenschluss dran seid, machen das die Mitarbeiter dort gerne und ohne mit der Wimper zu zucken.

Dann sucht ihr euch noch Terrassendielen aus Lärchenholz, die zeigen die beste Beständigkeit gegen Witterung.

Messt nun die gewünschte Länge eures Hangbeetes aus und schneidet die Terrassendiele entsprechend zu, falls ihr das nicht schon im Baumarkt erledigen habt lassen.

Mit einem Vorschlaghammer schlagt ihr zwei Kanthölzer in dem gewünschten Abstand in die Erde ein. Achtet darauf, dass die Kanthölzer tief genug in die Erde eingeschlagen sind um später nicht über das Brett hinauszuragen, das ihr nun quer an die Kanthölzer schraubt. Bohrt die Löcher für die Schrauben im Terrassenholz vor, damit euch das Holz nicht splittert! Wenn ihr eine steile Neigung zu überwinden habt, könnt ihr auch einfach zwei Bretter übereinander an die Kanthölzer schrauben.

Je nachdem, was ihr gerne in euer Beet pflanzen möchtet, könnt ihr nun zu Unterst ein bisschen Schotter einfüllen, und dann z.B. ein Erde-Sand-Gemisch auftragen um Kräutern einen guten Untergrund zu bieten. Ich nutze diese Hangbeete auch oft um Muttererde wieder zu verwerten, die mir an anderen Stellen übrig geblieben ist (z.B. nach Neupflanzung eines Strauches oder Baumes). Ein bisschen mit Gartenerde und Kompost gemischt, fühlen sich auch hier viele Pflanzen wohl. Das tolle an der Gestaltung in Terrassenform ist, dass sich dadurch lauter kleine Beete ergeben, die ihr unterschiedlich befüllen könnt, je nach Pflanzenart, die darauf wachsen soll.

Wie lange das Beet hält? Keine Ahnung! Aber ihr müsst natürlich damit rechnen, dass nach einigen Jahren das Holz morsch wird und das Beet an Stabilität verliert. Aber ganz ehrlich: wenn ich dieses 10-€-Beet alle 5 Jahre neu machen muss, stört mich das nicht im geringsten. Und wer weiß was ich bis dahin schon wieder an neuen Ideen für dieses Fleckchen im Garten habe!

Einkaufsliste:

  • Kanthölzer, etwa 50 bis 80 cm, zugeschnitten und zugespitzt
  • Terrassendielen aus Lärchenholz, ggf. schon zugeschnitten
  • Spax-Schrauben
  • Eine Bohrmaschine, Stichsäge und einen Akkuschrauber habt ihr schon? Ansonsten solltet ihr euch ohnehin dringend so etwas für künftige Projekte zulegen :o)
  • Fäustel (Vorschlaghammer)
  • Wasserwaage

 Mini-Palisaden aus Holz

Eine durchgängige Beetgestaltung am Hang war mir erstens zu aufwändig und zweitens will ich langfristig in einem Teil meines Hangs erreichen, dass die Pflanzen eine geschlossene und harmonische Decke bilden die den Boden ganz verdeckt. Für diesen Zweck habe ich eine etwas günstigere und flexiblere Gestaltung gesucht und in Form der Mini-Palisadenhölzer gefunden, die es ebenfalls im Sommer im Baumarkt zu kaufen gibt. Ich habe sie unterhalb der größeren Pflanzen angebracht, und sie verhindern, dass Erde und Mulch ständig bei Regen, beim Gießen oder durch Tiere, die darüber laufen nach unten abrutschen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit jenen Hölzern gemacht, die horizontal angeordnet sind. Bei den vertikal arrangierten Mini-Palisaden sind leider die beiden zugespitzten Balken, die dazu dienen sollen die Palisade in die Erde einzuschlagen, so kurz geraten, dass sie ständig von den Katzen, die darüber laufen hinunter getreten werden und auf die Pflanzen darunter fallen (grrr).

Ich finde, die kleinen Palisaden verschwimmen schon im ersten Gartenjahr schön mit den Pflanzen und dem Mulch und alles ergibt ein stimmiges Bild. Wenn die Pflanzen ausladender wachsen als ich gedacht habe (und mich hat schon so manches niedliches Pflänzchen überrascht, das plötzlich beschlossen hat ganz groß raus zu kommen!) dann entferne ich die Palisade einfach und setze sie ein paar cm unterhalb wieder ein. Das nenn ich mal flexibel!

Einkaufsliste:

  • Mini-Palisaden aus Holz
  • Fäustel (Vorschlaghammer)

In diesem Sinne: Finger weg wenn der große Hammer sich nähert, und viel Spaß beim Ausprobieren!

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  • ^Hallihallo
    habe hier auch einen wunderschönen (aber vollsinigen) Garten. Meine Männer (habe zum ausgesuchten Modeel auch noch ein Schwiepa Modell der Sorte ‚lieber- eine -ordentliche-Wiese-als-chaotische-Beete‘ Schwiepa an der Seite) sind von meinen Terrasierungswünschen nicht so angetan und warten lieber auf das nötige Kleingeld zum baggern. So lange will ich aber nicht warten und deine total simple Anleitung + dem tollen Argument, dass tatsächlich alle 5 Jahre ein neues Beet VOLLKOMMEN in Ordnung ist, lassen mich eeeeendlich ins Handeln geraten <3 ich freue mich jetzt schon so endlich tätig zu werden!!!
    Vielen Dank und alles Liebe,
    Doris

    • Liebe Doris,
      das freut mich sehr wenn dir meine Anleitung hilft. Und jetzt ist ja die perfekte Zeit um Pläne für das Gartenjahr zu schmieden 🙂 Ich hoffe du kannst deine Männer überzeugen. Spätestens wenn du selbst losgelegt hast und sie das Ergebnis sehen werden sie davon angetan sein! Alles Gute für die Umsetzung!
      Alles Liebe,
      Julia