DIY Pflanzenbilder mit gepressten Blättern

Da im Garten immer noch 20 cm Schnee liegen und ich dementsprechend nicht einmal die ersten Frühjahrsblüher stalken konnte, musste ich mich anderweitig beschäftigen. Seit einer kleinen Ewigkeit hatte ich mir schon vorgenommen die Pflanzenbilder aus getrockneten, gepressten Blättern zu machen. Und nun war es endlich soweit und ich bin überglücklich, dass ich mir die Natur in dieser Form ins Haus holen konnte. Versucht es doch auch mal, es ist ganz einfach!

Natürlich gibt es in so manchem gut sortierten Gärtnerbetrieb oder Fachmarkt auch wunderschöne vorgefertigte Gläser mit Metallrahmen im Vintage-Stil zu kaufen. Doch als ich gesehen habe, dass es ein solcher Rahmen in entsprechender Größe auf etwa 30 € bringt, war für mich klar, dass wieder einmal etwas selbst gemacht werden musste. Bereits im Herbst hatte ich ein paar Laubblätter und Farne gepresst, die ich als Herbst- und Winterdeko verwenden wollte. Und so haben die Stars, die in Szene gesetzt werden wollten bereits zwischen den Buchseiten darauf gewartet, dass ich endlich zu Schere und Klebeband greife. Doch nun erzähle ich euch, wie ihr die Pflanzenbilder einfach nachmachen könnt!

Die Pflanzenbilder mit dem schwarzen Rahmen wirken besonders elegant und kommen vor einer weißen Wand am Besten zur Geltung

Benötigtes Material für Pflanzenbilder

  • Getrocknete, gepressste Blätter oder Blüten oder mangels Alternative auch künstliche Blätter, wie ihr sie z.B. bestimmt schon bei bellaflora oder IKEA gesehen habt
  • 2 Plexiglasscheiben in gleicher Größe pro Bild: Ich habe meine Plexiglasscheiben unter www.expresszuschnitt.de bestellt und die Größen 40 x 25 cm, bzw. 30 x 20 cm und 25 x 15 cm gewählt. Die Scheiben, die ich verwendet habe, haben eine Stärke von 2 mm. Es gibt auch die Möglichkeit, an den oberen Ecken Löcher vorbohren zu lassen, falls ihr die Rahmen aufhängen anstatt aufstellen wollt!
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Isolierband oder Masking Tape (am Besten in Schwarz, aber wenn es euch in einer anderen Farbe oder gemustert besser gefällt, könnt ihr natürlich auch diese verwenden)
  • eine Schere

Das Material für die selbst gemachten Pflanzenbilder steht schon bereit

Blätter oder Blüten pressen

Bestimmt habt ihr während eurer Volksschul-Laufbahn auch einmal den Auftrag bekommen, für ein Projekt oder Kunstwerk Blätter und Blüten zu sammeln und durch Pressen und Trocknen zu konservieren. Aber da bei den meisten von uns seitdem doch einige Zeit vergangen ist, schadet es nicht, noch einmal zu erwähnen, wie ihr das am Besten machen könnt.

Ihr benötigt:

  • Blätter oder Blüten die euch gut gefallen
  • Ein Buch, auf das ihr die kommenden 2 Wochen verzichten könnt (also nicht gerade den Roman verwenden, indem ihr gerade lest ;o))
  • Einen Stapel Bücher oder einen schweren Gegenstand zum Beschweren
  • Etwas Küchenpapier, oder Zeitungspapier / Löschpapier

Und so geht’s:

  1. Schlagt euer Buch auf und platziert ein Blatt oder eine Blüte zwischen zwei Seiten Küchenpapier, Zeitungspapier oder Löschpapier in der Form, in welcher ihr es konservieren möchtet.
  2. Platziert zwischen weiteren Buchseiten noch weitere Pflanzenteile die ihr pressen möchtet.
  3. Dann klappt ihr das Buch zu und beschwert es mit dem Bücherstapel oder einem anderen schweren Gegenstand.
  4. Das Küchenpapier, Zeitungspapier oder Löschpapier hat die Aufgabe, austretende Pflanzensäfte aufzusaugen, sodass ihr euer Buch nicht später auf den Müll werfen müsst und nichts zwischen den Seiten festklebt. Seht ab und zu einmal nach, wie es euren Schützlingen geht. Wenn eure gesammelten Pflanzen sehr viel Feuchtigkeit abgeben, dann tauscht die saugfähige Papierschicht zur Sicherheit auch ruhig einmal aus. Schließlich wollen wir ja nicht, dass etwas zu schimmeln beginnt.
  5. Nach 1-2 Wochen habt ihr wunderschöne gepresste und getrocknete Pflanzenteile.

Getrocknete Herbstblätter und Farne für mein Pflanzenbild

Die filigranen Farnblätter kommen in unserem Pflanzenbild später besonders gut zur Geltung

Pflanzenbilder selber machen

  1. Wählt die Pflanzenteile aus, die ihr in Form eines Pflanzenbildes gerne aufstellen oder aufhängen möchtet. Weniger ist oft mehr: achtet darauf, dass das Verhältnis der Pflanzengröße zur Größe der Scheibe stimmt, und das Bild nicht „überfüllt“ wirkt.
  2. Die Plexiglasscheiben haben meist eine Schutzfolie angebracht. Die entfernt ihr und haltet ein fusselfreies Tuch bereit um den Staub zu entfernen, der sich liebend gerne aufgrund der elektrostatischen Aufladung auf den Scheiben ansammelt. Ihr könnt euch bestimmt auch so vorstellen wie ärgerlich es wäre, wenn ihr denkt, ihr wärt mit dem Bild fertig und dann ein Staubkorn oder Katzenhaar zwischen den Scheiben entdeckt ;o)
  3. Positioniert das Blatt auf einer der Scheiben.
  4. An den Seiten, und am Besten auch in den Ecken, bringt ihr nun einen kleinen Streifen doppelseitiges Klebeband an der Scheibe an. Der Streifen darf nicht breiter sein als das Isolierband oder Tape, das ihr als „Rahmen“ auserkoren habt, damit es später nicht durchblitzt.
  5. Nun positioniert ihr die zweite Scheibe exakt auf der ersten.
  6. Und zu guter Letzt bastelt ihr euren Bilderrahmen, indem ihr das Isolierband oder Tape schön gerade an den Kanten anbringt.

Das gepresste Farnblatt wird auf der Plexiglasplatte positioniert. An den Seiten und Ecken wird doppelseitiges Klebeband angebracht um die Glasplatten aneinander zu fixieren.

Unser Pflanzenbild bekommt einen Rahmen. Dafür verwenden wir einfach schwarzes Isolierband oder Tape.

Und fertig sind eure selbst gemachten Bilder. Nun müsst ihr nur noch ein passendes Plätzchen für sie finden. Ich bin der Meinung, dass die durchsichtigen Bilder mit schwarzem Rahmen vor einer weißen Wand besonders gut wirken. Wenn ihr eine bunte Wand habt, könntet ihr anstatt der Plexiglas-Bastelei natürlich auch einfach zusammen passende Bilderrahmen kaufen und die Pflanzenteile auf weißem Karton positionieren damit sie schön zur Wirkung kommen.

Die Bilder könnten unterschiedlicher nicht sein. Entweder ihr gebt einem einzelnen Blatt den ganzen Raum oder bastelt ein Muster aus mehreren Blättern

Ihr könnt die Pflanzenbilder immer wieder unterschiedlich positionieren. Wenn ihr sie aufhängen wollt bestellt ihr die Plexiglasplatten am Besten mit vorgebohrten Löchern

Endlich wird mein Klavier wieder einmal verwendet. Zumindest als schöne Ablage für die neuen Pflanzenbilder, wenn ich schon nicht fleißig übe.

Ich wünsche euch viel Freude beim Nachmachen und bin schon gespannt auf eure Berichte, welche Pflanzen ihr für eure Bilder auswählt!

Lebt euren Hang zum Grünen!

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  • Huhu! Die idee finde ich total gut! Das kann man jetzt bestimmt auch mit Frühlingsblüten oder Blumen allgemein machen um wieder ein bisschen leben und farbe in die bude zu holen :O :)…danke für die Idee! Ganz viele Grüße aus#m urlaub dolomiten ! :))…ich wünsche dir ein schönes wochenende 🙂 Nora